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"Bibel - ach komm, hör‘ mir auf mit diesem Märchenbuch! Das ist doch voller Legenden!"

 

"Man nehme ein paar ungebildete Menschen, lasse sie 2000 Jahre ,Stille Post‘ spielen und was dabei herauskommt nennt sich dann die Bibel"

 

Solche Sprüche und Vorurteile hört man sehr häufig über die Bibel. Sie sei nicht bewiesen, voller Widersprüche, nur für unaufgeklärte Menschen und im Laufe der Jahre immer wieder verändert worden und einfach nicht mehr zeitgemäß. Wie kommt es zu diesen Meinungen? Stimmen diese Behauptungen? Warum reden viele so über die Bibel? 

 

Nun, gehen wir der Sache einmal genauer nach.

 

Die Bibel erhebt einen sehr hohen Anspruch - sie sagt von sich selbst, dass sie ,Gottes Wort‘ ist. Man findet öfter den Satz:“ So spricht Gott...“. Das allein ist natürlich noch kein Beweis. Sie können von sich ja auch behaupten, dass Sie Großwesir von Hamudistan seien. Das wird Ihnen aber niemand abnehmen, solange Sie keine Belege dafür bieten. 

 

Wenn die Bibel also Gottes Wort sein soll, muss sie dafür schon Belege liefern können, die im wahrsten Sinne des Wortes göttlich sind. Etwas Göttliches ist etwas, was Menschen oder der Zufall nie bewirken können. Also Belege, die man nicht auf das Wirken des Zufalls oder des Menschen zurückführen kann.

 

ein "roter Faden"

 

Schauen wir uns ein paar Indizien dafür an. Zuerst einmal den langen Zeitraum von ca. 1500 Jahren der Entstehung - von 40 verschiedenen Schreibern unterschiedlichster Herkunft und sozialer Stellung (vom „ungebildeten“ Schafhirten bis zum weisesten König) verfasst. Bei den Bedingungen erwartet man ja einen kunterbunten Mix, völlig zusammenhangslos und ohne Faden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Das komplette Buch hat einen roten Faden, der bei genauem Hinsehen deutlich wird. Gleichzeitig haben die Schreiber aber auch ihren individuellen Stil beibehalten und nicht wie „Maschinen“ geschrieben. 

Heutzutage ist es selbst mit modernen Kommunikationsmethoden ein Problem, viele Autoren an einem Werk arbeiten zu lassen, das dann einen roten Faden haben soll. Aber es ist völlig unmöglich, einen roten Faden über 1500 Jahre beizubehalten, wenn sich die Autoren nicht abgesprochen haben, sich nicht einmal kannten und auch die Schriften der anderen Autoren nicht kannten.

Prophezeiungen

Die Bibel enthält ca. 3500 Prophezeiungen. Eine Prophezeiung beinhaltet Ereignisse, die vom Propheten aus gesehen zukünftig sind. Vielleicht denken Sie jetzt, dass ja jeder sagen kann, dass in der Zukunft dieses oder jenes passiert. Kann ja keiner nachprüfen. Oder Sie sagen einfach Ereignisse voraus, die sehr wahrscheinlich sind - z.B. dass der Apfel vom Baum fallen wird - oder Ereignisse, die beeinflussbar sind, wie z.B. das Ergebnis der nächsten Klausur. 

So einfach macht es sich die Bibel nicht. Die eben genannten Beispiele sind Dinge, die auf Erfahrungswerten beruhen - das gibt es bei biblischen Prophezeiungen nicht. Es gab sogar das Gesetz, dass ein Prophet, der sich anmaßte, das Wort des Herrn zu reden und es traf nicht ein, hingerichtet werden sollte (s. 5. Mose 18,20). Da hat sich gewiss jeder gut überlegt, ob er die Prophezeiung aussprechen sollte...

Die Prophezeiungen in der Bibel sind nicht von der Art, dass sie durch Erfahrungswerte mit einer akzeptablen statistischen Wahrscheinlichkeit eintreten würden, sondern betreffen oft Details, die ein Mensch zufällig nie so genau vorhersagen könnte. Darüber hinaus sind es oft überprüfbare Prophezeiungen, da sie z.T. die Weltgeschichte betreffen. Schauen wir uns ein paar an:

Da gibt es zum Beispiel die Prophezeiungen des Propheten Daniel, der die Entwicklung der Weltreiche zuerst symbolisch beschreibt und dann hinterher die „Auflösung“ dieser Symbolik gibt, wohlgemerkt lange bevor die Ereignisse stattgefunden haben (Daniel 2,37ff.; 7,1ff. und 11,1ff.). Und zwar wird da haargenau vorhergesagt, dass das Babylonische Reich von einem anderen Reich abgelöst wird (nämlich dem Medo-persischen Reich). Das wiederum würde in einem wahnsinnig schnellen Eroberungszug von einer Macht aus Westen erobert werden, danach allerdings in 4 Teile zerfallen. Genau so geschah es als Alexander der Große innerhalb von ca. 10 Jahren mit seinem Feldzug die Perser vernichtete und bis knapp vor Indien kam. Nach seinem Tod im Jahr 323 v. Chr. wurde sein Reich unter seinen 4 Generälen aufgeteilt und zerfiel in 4 Teilreiche, die bei weitem nicht mehr die Macht besaßen wie Alexander‘s Reich. Nach Daniels Prophezeiung sollten diese 4 Reiche abgelöst werden von einem weiteren Reich, das allerdings danach auch in 2 Teile gesplittet werden würde - nun raten Sie, welches Reich das war? Richtig, das römische Reich, das im Jahr 395 n. Chr. in ein West-und Ostreich getrennt wurde. 

 

In dieser Prophezeiung wird aber nicht nur die Entwicklung beschrieben, sondern in der Symbolik auch sehr detailliert bestimmte Kennzeichen oder Charakterzüge der verschiedenen Reiche vorgestellt. Aber lesen Sie selbst!

Im Propheten Daniel finden sich noch weitere interessante Prophezeiungen - viele davon deuten auf den sogenannten Messias hin - und wenn man das Leben Jesu untersucht, sieht man in feinsten Details, wie sich diese Vorhersagen erfüllt haben. Jesus hat sogar selbst gesagt, dass er gekommen sei, um die Prophezeiungen zu erfüllen (Matthäus-Evangelium, Kap. 5,17).

Auch in der Jesaja-Rolle findet sich eine hochinteressante Prophezeiung: Dort wird der König Kores mit Namen prophezeit und was er machen würde - nämlich dass er den Wiederaufbau Jerusalems und des Tempels erlauben würde (Jesaja Kapitel 44,28). Die Erfüllung davon liest man in dem Geschichtsbuch Esra Kapitel 1,1-3. Das Interessante an dieser Prophezeiung ist, dass sie ca. 150 Jahre vor der Geburt Kores gemacht wurde. Namentlich wird er in Jesaja erwähnt! Versuchen Sie das mal nachzumachen - sagen Sie einen König mit Namen von einem Weltreich voraus, dass es damals noch nicht gab und sagen Sie, was der König mit einem bestimmten Volk machen wird. Ich kann Ihnen garantieren, dass Sie zufällig keinen Treffer landen werden. 

 

Das waren nur ein paar der 3500 Prophezeiungen. Man kann also unschwer erkennen: in der Bibel gibt es viele detaillierte Prophezeiungen der Zukunft, die sich haargenau erfüllt haben und die nicht zufällig vorausgesagt werden konnten.

 

Weitergabe und Abschriften

Die Entstehung und die Weitergabe der Bücher der Bibel ist auch entgegen der Vorstellung der meisten Leute. Man muss dabei zwischen der Weitergabe des Alten und Neuen Testaments unterscheiden. Die meisten Menschen vergleichen die Weitergabe mit dem Abschreiben von Hausaufgaben in der Schule - man versucht unter Zeitdruck die wichtigsten Themenaspekte aufzuschreiben und in möglichst eigene Worte zu fassen, ohne großartig auf Rechtschreibung zu achten. 

Das ist aber eine komplett falsche Vorstellung. Die Juden, die das Alte Testament überliefert haben, waren sich bewusst, dass sie kein normales Buch, sondern Worte Gottes abschreiben und haben mit dementsprechenden Respekt und Eifer die Kopierarbeit durchgeführt. Dabei wurde jeder Buchstabe einzeln geschrieben (musste man zwangsweise, da die „Tinte“ an dem Federkiel nicht für mehrere Buchstaben reichte). Wenn der Schreiber sich verschrieben hatte, wurde nicht mit dem Tintenkiller gearbeitet, sondern das komplette Dokument vernichtet! Stellen Sie sich das einmal vor - es fehlen noch 3 Sätze, um das Buch Jesaja fertig abzuschreiben - Sie haben also schon ca. 100000 Buchstaben geschrieben - dann eine kurze Unkonzentriertheit und alles war umsonst! 

Wenn der Schreiber fertig war, wurden die Wörter nach einem bestimmten System gezählt. Wenn die Anzahl nicht stimmte, wurde die gesamte Rolle vernichtet (Früher schrieb man auf Tierhäuten, die zu teils 50m langen Rollen aufgerollt wurden, später kam das Papyrus)!

So ist gesichert, dass sich trotz vieler Abschriften praktisch keine Fehler eingeschlichen haben.

 

interessante Funde

Das konnte man im Jahr 1947 überprüfen, als in den Höhlen von Qumran ein paar hochinteressante Funde gemacht wurden:

Ein Hirtenjunge suchte in dem Gebiet dort nach einer entlaufenen Ziege und warf mit Steinen in eine Höhle in der er die Ziege vermutete. Dabei hörte er das Klirren von Tonkrügen und wurde neugierig. Er fand viele alte Tonkrüge mit beschriebenen Tierhäuten in dieser Höhle. Die Ziege war erstmal vergessen. 

Der Fund war sensationell, denn in den Höhlen fand man über 800 Dokumente der sogenannten „Qumran-Sekte“, aus dem 3 Jhd. v. Chr. bis ins 1 Jhd. nach Chr. Darunter sind viele Gemeinschaftsregeln der Qumran-Sekte, aber auch sehr viele Abschriften von Büchern des AT. Am bekanntesten ist die Jesaja-Rolle 1QIsaa. Ein Vergleich mit dem heutigen Text zeigt die genaue Arbeit der Abschreiber damals. Der Text weicht von dem heutigen Text praktisch nicht ab. Ein paar andere Ausdrucksweisen, aber keine Sinnänderungen. 

Wenn sich über einen Zeitraum von über 2150 Jahren der Text nicht verändert, kann man dann nicht davon ausgehen, dass wir heute noch die gleiche Worte in der Hand haben, die damals niedergeschrieben wurden? 

Jetzt werfen Sie wahrscheinlich ein, dass das ja nur für das AT gilt - im NT waren ja ungebildete Schreiber und Abschreiber am Werk und haben die Erzählungen ausgeschmückt. 

Sie haben in dem Punkt Recht, dass die Abschreiber nicht so genau arbeiteten wie die Juden früher. Es schlichen sich mehr Fehler ein als bei den Abschriften des AT. Aber auch diese Fehler sind geringfügig und betreffen nur zu minimalen Anteilen den Sinn des Textes.

Darüber hinaus gibt es weit über 5500 Abschriften von Handschriften aus dem NT - eine wahnsinnige Menge, die eigentlich jeden, der sich mit antiker Literatur etwas auskennt, verstummen lassen sollte. So viele Abschriften gibt es von keinem anderen Werk der antiken Literatur, schonmal gar nicht innerhalb so kurzer Zeit. Glauben Sie daran, dass Caesar seinen gallischen Krieg wirklich verfasst hat? Warum? Weil das angeblich bewiesen ist? Von Caesar gibt es nur 9-10 Abschriften (kein Original!) des Werks „De bello gallico“ („Vom gallischen Krieg“) und das auch erst 900 Jahre, nachdem er gelebt hat. In der Zeit hätte sich das auch einfach jemand ausdenken können. Aber keiner zweifelt daran, dass Caesar den gallischen Krieg wirklich verfasst hat. 

Nun, bei der Bibel hat man das über 500-fache der Anzahl an Dokumenten, die teilweise nur wenige Jahre (die Ältesten gehen bis zu 30 Jahre zurück, manche vermuten auch nur 15 Jahre) nach der Niederschrift bzw. Lebzeiten des Autors entstanden sind. Es lebten dann also noch viele Zeitzeugen, die bestätigen oder falsifizieren konnten, dass das Abgeschriebene echt oder unecht war. Menschen, die sich mit Überlieferung antiker Dokumente auskennen, stellen der Bibel das Zeugnis aus, dass wir heute im Wesentlichen den Text haben, der ursprünglich niedergeschrieben wurde.

 

Leider schreien die Leute, die sich am wenigsten damit befasst haben am lautesten, dass die Bibel voller Abschreibefehler sei....Ich denke mal, Sie benehmen sich nicht so und reden nicht wie der Blinde vom Licht, indem Sie ein Urteil über die Bibel fällen ohne sie 1. selbst gelesen zu haben und 2. sich mit ihrer Überlieferung auseinandergesetzt zu haben...

Die Bibel ist tatsächlich das historisch am besten bezeugte Buch der Antike.

 

Das Zeugnis der Archäologie

Wissen Sie eigentlich, dass die Archäologie durch die Funde immer weiter die Bibel bestätigt? Es gibt mittlerweile schon 25000 Orte oder Plätze in der Bibel, die durch Archäologische Ausgrabungen bestätigt wurden. Darüber hinaus bietet die Bibel einige interessante geschichtliche Details, die früher noch bezweifelt, mittlerweile aber durch die Archäologie bestätigt wurden. So zeigt sich nach und nach immer mehr, dass die Bibel ein historisch absolut zuverlässiges Buch ist. 

Aber das ist eben nicht alles. Die Bibel will nicht nur etwas über Geschichte berichten, sondern dieses Buch steckt voller Informationen über Gott - man erkennt darin seine Gedanken, Absichten, seine Denkweise und seinen Charakter. Gott will durch dieses Buch etwas von sich zeigen - dass er Liebe und Licht ist. Und er zeigt konsequent in dem ganzen Buch, dass er eine Beziehung mit den Menschen haben will - nicht allgemein mit der Menschheit, sondern mit jedem einzelnen persönlich - auch mit Ihnen! Wollen Sie da nicht einmal in diesen „Brief“ von Gott reinschauen um zu sehen, wer da mit Ihnen eine Beziehung haben möchte? Es lohnt sich!